Berlin; Nach dem Vorstoß von Bundesverkehrsminister Tiefensee nehmen die Forderungen gegenüber staatlich alimentierte Bürger unseres Landes immer buntere Blüten an. Aus dem Verteidigungsministerium werden seit heute Nachmittag sogar Forderungen laut, denzufolge Hartz IV Empfänger auch im Ausland zur Unterstützung deutscher Sicherheitsinteressen dienen könnten.
Ein ranghoher Beamter meinte diesbezüglich: “Wir könnten uns durchaus vorstellen, dass Langzeitarbeitslose nicht nur an der Heimatfront ihren Dienst am Land erfüllen, sondern auch im Libanon aushelfen. Das Spektrum der Arbeiten gehe dabei vom Straßenbau bis zum Aufspüren und Vernichten von Minenfeldern.”
Günther Beckstein, der in der Diskussion bisher unverhältnismäßig ruhig gewesen war, ging noch einen Schritt weiter. In einem Interview mit einer bekannten Boulevard Zeitung forderte er, enttarnte Terrorristen zur Entschärfung von Sprengsätzen einzusetzen. So würde man ihnen die Chance gewähren, ihre Taten zu bereuen und gleichzeitig etwa 50% der Kosten für den Strafvollzug einsparen.