Die deutsche Lufthansa treibt seit einigen Tagen zwei Projekte voran, die die Sicherheit im Luftfahrtgeschäft in Kürze drastisch erhöhen sollen. Zum einen verhandelt der Luftfahrtkonzern derzeit mit den Verteidigungsministern Europas und Amerikas über ein System von Geleitflügen mit Kampfflugzeugen, die bei möglichen terroristischen Anschlägen auch die Möglichkeit erhalten sollen, das gekaperte Flugzeug abzuschießen. Da nur wenige Militärmaschinen über die benötigte Reichweite verfügen, ein Passagierflugzeug die komplette Route über den Atlantik zu begleiten sei eine internationale Kooperation in diesem Fall unabdingbar, so ein Sprecher.
Mit dem Projekt Morpheus wird dem Umstand Rechnung getragen, dass Passagiere in den letzten 2 Wochen nur durch ihr auffälliges Verhalten während des Flugs bewirkten, dass die Piloten den Kurs änderten, aus Angst einem Anschlag zum Opfer zu fallen. Um dieser Gefahr aktiv zu begegegnen, wolle man künftig nur noch schlafende Menschen transportieren. Dies werde dadurch erreicht, dass allen Fluggästen vor dem Start ein starkes Sedativ verabreicht wird, um sie so ruhig zu stellen. Ein weiterer Vorteil an diesem Vorgehen ist, dass sich liegende Menschen wesentlich platzsparender transportieren lassen, als Sitzende. In den Entwicklungsgruppen von Boeing und Airbus werde seit bekanntwerden der Pläne vollklimatisierte Transportboxen entworfen, die die Kapazitäten einer normalen 747 oder eines A300 um bis zu 30% erhöhen könnten, ohne mehr Treibstoff zu verbrauchen.