Das sich hochrangige Vertreter aus Industrie und Wirtschaft aktiv an der Umbildung der Universitäts- und Hochschullandschaft in Deutschland beteiligten und auch weiterhin beteiligen ist weithin bekannt. Erstmals äusserte sich ein hochrangiger Lobbyist aus der Metallindustrie, den wir leider nicht namentlich nennen dürfen nun zu den Gründen, die dieser Beeinflussung der Hochschulreformen zugrunde liegen.
“Eigentlich wollten wir uns in diese Debatte gar nicht einschalten. Eigentlich war geplant, die menschliche Arbeitskraft und Kreativität auf unvorstellbare Art und Weise zu verbilligen. Dazu verpflichteten wir einen aufstrebenden Klonforscher aus Seoul, Hwang Hoo Suk war sein Name. Er versprach und die genetischen Codes von Menschen und Menschenaffen zu kreuzen, um so einen intelligenten Hybriden zu schaffen, der die gleiche Arbeitsleistung vollbringen konnte, wie ein Mensch. Wir nannten es “Projekt Mäffchen”. Eigentlich sollte es uns auf lange Sicht unabhängig machen, von so einschränkenden Dingen, wie Arbeitsplatzbedingungen, Gehalt und Sozialabgaben. Suk versprach, die Hybriden auf etwa die Hälfte der menschlichen Körpergröße zu designen, was unsere Kapazitäten nahezu verdoppelt hätte!
Leider hat er uns angelogen. Daher forcierten wir das Projekt Bachelor. Wenn wir schon keine intelligenten Affen bekommen, dann wollen wir wenigstens Menschen, denen wir die Löhne um 30 % streichen können, weil ihre Ausbildung dank unserer Mithilfe nun viel schlechter ist.
Projekt Mäffchen wird aber momentan weiterentwickelt. Neuere Forschungsergebnisse deuten auf vielversprechende Erfolge mit dem genetischen Material von Amöben.”