Berlin; In der Debatte um die Unterschichtenproblematik kommen immer mehr Politiker aus allen Fraktionen zu Wort. Lösungsvorschläge werden aufgebracht und verworfen, einig ist man sich scheinbar nur darin nicht selbst die Schuld an der Misere zu tragen.
In die Diskussion hat sich nun auch der SPD Arbeitsmarktexperte Paul Brandner eingeschaltet. Er fordert eine Art Deutsche Kulturrevolution ähnlich dem Vorbild Chinas vor 40 Jahren. Es könne von jedem erwartet werden, unterbezahlte Arbeit zu ermöglichen, um auch Menschen aus den unteren Schichten der Gesellschaft ein, zumindest kurzzeitiges, geregeltes Einkommen zu verschaffen.
Brander plädierte daher dafür, die Manager von Siemens und VW an die Fließbänder ihrer Unternehmen zu stellen und ihren Posten an Geringverdiener abzutreten. Dadurch würden die sozialen Sicherungssysteme entlastet.
Ausserdem forderte er seinen Kollegen Friedrich Merz auf, mindestens 9 seiner 18 Nebeneinkunftsposten an andere Arbeitnehmer abzugeben. In Zeiten mangelnder Arbeitsplätze könne niemand so arrogant sein diese für sich allein zu horten.