London; Das Großbritanien als frühere Seegroßmacht inzwischen militärisch an Glanz verloren hat und seit dem Irak-Debakel nicht selten in Erklärungsnot geraten ist, schlägt sich auch in der Finanzierung der eigenen Armee zu Buche. Die bisherige Kampfjetflotte ist maßlos veraltet und wird von Männern bedient, die eine Uhr mit Leuchtziffernanzeige für Hightech halten.

Leider sind Premierminister Blair die Hände gebunden, was die Beschaffung moderner Ausrüstung und auch deren Bezahlung angeht. Daher will die Air Force nun völlig neue Wege gehen. Anstatt neue Waffensysteme anzufordern, plant man nun, die alten auf völlig unkonventionelle Weise zu benutzen. Hierzu passt die Forderung von Generalmajor David Walker, Piloten sollten sich darauf einstellen, ihre Flugzeuge im Kamikazeeinsatz zu fliegen.

Walker ist der Meinung, dass moderne Lenkwaffen noch nicht genug ausgereift sind, um Freund und Feind effektiv voneinander zu unterscheiden. Die menschlichen Piloten eigenen sich wesentlich besser für derart komplexe Operationen. Nebenbei würde so auch der überalterten Flotte entgegengewirkt und die Pensionskasse für Piloten geschont.

Der amerikanische Verteidigungsminister insistierte darauf, mit den neuen Planungen nicht die technologisch fortgeschrittenen amerikanischen Abschussraketen zu gefährden, mit denen die USA bald den gesamten NATO-Raum zwangsbeschützen wollte.

Zwischenzeitlich wird berichtet, dass sich das brittische Verteidigungsministerium mit einigen Veteranen aus Japan zu Beratungs- und Schulungszwecken treffen will.

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