Autor serajaten | September 22, 2007 - 12:56 pm - Kategorie Bildung, Gesellschaft, Politik

München; In einer seiner letzten offiziellen Stellungnahmen verkündete Edmund Stoiber, scheidender Ministerpräsident Bayerns eine neue Runde im Wettrüsten der Religionen. Da es Christen offiziell nicht erlaubt ist, den Andersgläubigen fliegende Dinge auf den Kopf zu werfen oder fallen zu lassen, stimmt Stoiber dafür, dass wenigstens optisch klar erkennbar ist, welche Religion in diesem Land die Führungsrolle inne hat.

Dieses Ziel hofft Stoiber dadurch zu erreichen, dass er in einer Art babylonischer Kraftanstrengung alle christlichen Kirchen größer bauen lässt, als benachbarte Moscheen. Da die meisten Kirchen in Deutschland bereits relativ alt sind und nur umständlich und mit enormen Verwaltungsaufwand vergrößerbar sein dürften, favorisiert der Ministerpräsident das Stelzenmodell.

Zuerst war angedacht worden, Moscheen nur noch so groß zu bauen, dass sich ein kniender Beter ohne Verletzungsgefahr aufrichten kann, dieser Ansatz wurde aber verworfen, als klar wurde, dass selbst eine Hundehütte mehr Platz bieten würde.

Was Gott zu Stoibers Bauplänen zu sagen hat, wurde seitens des Vatikans und anderer Instanzen nicht kommuniziert, blickt man auf die lange Geschichte der Christen zurück, könnte dessen Meinung aber doch ausschlaggebend sein. We’ll meet in Babylon!

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