Neumünster; Wir alle kennen ihn, Knut, den ersten großen Star aus der Polarregion. Nun scheint es so, als würde sich um den Eisbär-Teenie eine tragische Familientragödie entwickeln! Wie der Leiter des Neumünsteraner Tierparks Peter Drüwa am Donnerstag mitteilte, wolle Knuts leiblicher Vater von dessen Berliner Vermieter eine stattliche Summe wegen Verweigerung des Sorgerechts!
Wie alle Fans von Knuti wissen, wurde der Jungeisbär von seiner Mutter kurz nach der Geburt verstoßen und anschließend per Hand aufgezogen. Dabei half ein engagierter Pfleger des Berliner Zoos, indem er sich als Ersatzmutter und Vaterfigur des kleinen Pelzknäuels annahm. Wie die Zooleitung in Neumünster nun mitteilte, wusste Knuts Vater von der ganzen Tragödie nicht das geringste. Er war nur kurz mit Knuts Mutter zusammen gewesen, ehe diese Beziehung durch eine berufliche Neuorientierung in die Brüche ging. Vielleicht lag es gerade an dieser gescheiterten Beziehung, dass die Mutter ihr Jungtier sofort verstieß.
Nichtsdesto trotz verlangt Pappa-Knut nun von den Hauptstadtzooleuten seinen Sohn zurück oder wahlweise eine finanzielle Entschädigung in Höhe von mehr als einer Million Euro! Diese Summe sei das Mindeste, so Lars Larsson Eisbär, um die seelischen Schmerzen wieder gut zu machen, die die lange Trennung von Knutibär verursacht haben.
Wird der Berliner Zoo diese Summe überweisen? Finden Vater und Sohn in naher Zukunft wieder zueinander? Und welche Rolle spielt Eisbärrabenmutter Tosca in dieser dramatischen Entwicklung?