Karlsruhe; Vermutlich ist es der größte Coupe in seiner bisherigen Amtszeit. Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble hat in der Nacht von Freitag auf Sonntag das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe von Einheiten der GSG9 umstellen lassen. Die Beamten der Grenzschutzgruppe rückten schwer bewaffnet vor die richterlichen Hallen und besetzten es, ohne Gewalt anzuwenden. Selbstverständlich war von den Richtern schon seit Freitag Vormittag 11:25 Uhr keiner mehr im Gebäude. Einzig ein paar Putzkolonnen wurden von dem Manöver wirklich überrascht. Wie es so weit kommen konnte bleibt zu klären. Als sicher gilt, dass Schäuble den Plan schon seit geraumer Zeit verfolgen musste. Das Bundesverfassungsgericht hatte sich bereits mehrfach seiner unbestechlichen Expertise in Sachen Grundgesetz widersetzt und musste bestraft werden. Sicherlich kann es als legitime Reaktion angesehen werden, dass der Herr Minister in der vergangenen Woche das Kommando über die Sondereinheit der Bundespolizei auf seine Person vereinte. Derzeit ist aus sicheren Quellen zu vermelden, dass der Herr Minister sich innerhalb des Gerichtsgebäudes aufhält. Unklar ist, in wie weit die Gerüchte stimmen, dass er Nasenpopel auf den Stühlen der Karlsruher Richter verteilen lässt. Schon bald wird alle Welt verstehen, wie gut der Herr Innenminister es doch eigentlich mit uns Bürgern meint. Niemand muss sich Sorgen machen, wenn ein Mann weiß, wo es lang geht. Wolfgang Schäuble for President! Wolfgang Schäuble save our soules!
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