Berlin; Schon seit längerem macht das Verteidigungsministerium keinen Hehl aus seinen Wünschen, die Kompetenzen der Bundeswehr auf andere Felder zu erweitern. Nun scheint Verteidigungsminister Jung einen weiteren Vorstoß in dieser Angelegenheit vorzubereiten.
Anlässlich des Kidnappings eines deutschen Containerschiffs startete er Überlegungen, die Bundeswehr in solche Geiselnahmefällen einsetzen zu wollen. Da die Truppe bisher jedoch nicht für derartige Einsatzszenarien geschult wurde, erarbeiten die Kreiswehrersatzämter nun neue Aufnahmeprüfungen für die Soldaten der Zukunft.
Man wolle von 2010 an besonders auf die Generation der E-Sportler zugehen. Dank ihrer Ausbildung in Counter Strike und anderen Ego-Shootern bringen sie viel von den Fähigkeiten mit, die der Truppe bisher fehlt. Teamarbeit in kleinen Gruppen ist ebenso gefragt wie schnelle Auffassungsgabe und geschulte Reflexe.
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Pakistan; Es gibt kaum ein Unternehmen in der Welt, dessen Managementstrukturen so verzweigt sind, wie das der Taliban. So ist es tatsächlich als ein Wunder, oder mindestens als ein Zeichen Gottes anzusehen, dass es einer amerikanischen Drohne gelungen ist, Taliban-Chef Baitullah Mehsud zu töten! In einem exklusiven Interview teilte uns die Drohne, die sich uns mit Namen John vorstellte mit, wie es zu dieser heldenhaften Tat gekommen war.
“Ich flog wie schon vorher ein paar Dutzend Kilometer über Süd-Waziristan und grübelte so vor mich hin, als ich plötzlich aus den Augenwinkeln meiner vorderen Kameras ein Gesicht entdeckte, das halb von einem Strohdach verdeckt war. Zuerst war ich mir nicht sicher, aber dann wurde mir klar, dass es sich bei diesem Gesicht um meinen alten Kumpel Mehsud handeln musste. Da ich gerade nichts wichtiges vor hatte flog ich also runter und fragte ihn ob er nicht Bock auf eine Flasche Bier hätte. Aber der Kerl war immer noch sauer, weil ich ihm damals in der High School eine Freundin ausgespannt hatte und schoss wie irre mit einer Kalaschnikow auf mich. Also hab ich ihn abgeknallt. Ich bin schließlich eine Drohne und schwer bewaffnet. Es war quasi wie ein Reflex.”
Auf die Frage, was John nun mit den 5 Millionen Dollar Kopfgeld anfangen wird, antwortete die Drohne nur zögerlich.
“Wissen sie, eigentlich bedeutet mir Geld nichts. Ich habe überlegt die Millionen zu stiften. Zum Beispiel der amerikanischen Waffenindustrie. Da gibt es einige Menschen, denen das Wasser echt bis zum Hals steht. Aber dann hab ich überlegt,… weil ich ja eine Drohne bin…und Drohnen nun ja…geschlechtslos sind…es gibt ja Ärzte, die einem über diesen offensichtlichen Mangel hinweghelfen können… “
Damit brach John das Interview ab und verließ weinend den Raum.
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