Würzburg; In den frühen Abendstunden meldeten mehrere Anwohner des würzburger Mainufers, dass ein Fahrzeug von der Straße abgebogen und schnurstracks in den Kanal gefahren sei. Polizei und Helfer waren schon innerhalb weniger Minuten vor Ort und suchen noch immer nach dem Fahrzeug und seinem Fahrer. Dass es sich bei dem Fahrer um einen Stammleser der PN handelte, wusste auch die Redaktion erst, nachdem der Mann sich telefonisch gemeldet hatte.
Wie er uns berichtete, ist er sonst ein äußerst ruhiger Zeitgenosse, doch in den Tagen kurz vor Weihnachten, seien seine Nerven ständig enormen Strapazen ausgesetzt. Er wohne in der unmittelbaren Nähe des Würzburger Weihnachtsmarktes. Nachdem er heute zum 12. Mal keinen Parkplatz in akzeptabler Nähe seiner Wohnung finden konnte, war seine Frustrationsschwelle überschritten und in einer Kurzschlussreaktion lenkte er sein Fahrzeug in das eindeutig freie Kanalbecken. Erst als er in die nasskalten Fluten aussteigen musste, bemerkte er die Verrücktheit seiner Idee. Zähneklappernd versicherte er uns, Weihnachten abgrundtief zu hassen und in Zukunft nur noch Amphibienfahrzeuge zu kaufen.
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