Berlin; Die Kritik gegen die deutsche Bundesregierung ebbt nicht ab. Wieder einmal ist es Außenminister Westerwelle, der für negative Schlagzeilen sorgt. Das Reiseunternehmen TUI bestätigte uns heute in einer Pressekonferenz die Einschaltung des Bundeskartellamtes. Ziel der Beschwerde sei es, die eindeutige Monopolstellung des Außenministers im Bereich Lustreisen zu bestätigen und Korrekturen einzuleiten. Ein TUI-Sprecher hierzu: “Es ist richtig, dass gerade im Luxussegment ein unglaublicher Preisdruck auf alle Marktteilnehmer herrscht. Die Rolle des Außenministers als Reiseunternehmer mit massiver Förderung durch die Bundesregierung kann hier Reisen zu Preisen offerieren, die nicht mehr marktkonform sind und den Verdacht von Monopolmissbrauch nahe legen.”
Minister Westerwelle weist die Anschuldigungen in dieser Sache von sich und kommentierte sie mit folgenden Worten: “Von kostenlosn kann hier doch keine Rede sein. Jeder meiner Mitreisenden hat ordnungsgemäß für seine Reise gespendet!”
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Berlin; Es mag an der Jahreszeit liegen. Oder an der politischen Landschaft Deutschlands; immer mehr Umweltschützer beklagen die Zahl der Amphibienfahrzeuge auf bundesdeutschen Straßen. Nach ersten Vorstößen durch angedrohte Grundgesetzänderungen zur Erweiterung der militärischen Präsenz sind es die kleinen Schritte, die den Soldatinnen und Soldaten in unserem Land Hoffung auf mehr Miteinander und größeren Lebensraum geben. So konnten in den letzten Jahren immer mehr Uniformierte in München in einem kleinen abgegrenzten Reservat rund um das Hotel Bayrischer Hof den Umgang mit der Realität üben.
Umweltschützer sind schon seit langem in Alarmzustand, weil die Zahl der SoldatINNEN in freier Wildbahn immer weiter abnimmt. Auch die kürzlich kolporierte Verkürzung der allgemeinen Wehrpflicht trägt nicht gerade dazu bei, den Bestand zu stabilisieren.
Wenn Sie also in den nächsten Wochen auf Landstraßen eines der seltenen grün-braunen Amphibienfahrzeuge entdecken, dann bedenken Sie: Die Art ist vom Aussterben bedroht.
Nehmen Sie Tempo zurück und versuchen Sie den Lebensraum dieser Art zu respektieren.
Rom, Italien; Der äußerst umstrittene Ministerpräsident Silvio Berlusconi hat erneut die Aufmerksamkeit der Medien auf sich gezogen. Der Multimilliardär und Medienmogul stand bereits seit einiger Zeit in der Kritik. Stein des Anstoßes war die unbewiesene Behauptung, er habe junge Frauen, die gerade einmal volljährig waren für sexuelle Gefälligkeiten bezahlt.
Silvios Anwälte versuchen nun die Wogen zu glätten, doch der agile 73jährige kann diese Vorwürfe nicht auf sich sitzen lassen. In einem Interview gab er nun zu Protokoll, er habe niemals und werde niemals Geld für sexuelle Gefälligkeiten annehmen! Italienischen Männern stehe es nicht zu, sich rassigen Frauen durch derartige Hemmnisse zu entziehen und gerade als Ministerpräsident des schönsten Landes der Welt, in dem sogar Erdbeben noch Lagerfeuerromantik erzeugen, müss natürlich mit gutem Beispiel voran gehen!
Überhaupt sei es mit seiner Männlichkeit noch lange nicht vorbei und er könne noch vielen jungen Damen die Feinheiten der amore non-platonico erklären!
Berlin; Der deutsche Verteidigungsminister Franz Josef Jung gab heute bekannt, dass sein Ministerium nach Möglichkeiten forsche, den angeschlagenen Karstadt-Quelle-Konzern zu retten. Kernidee der geplanten Rettungsmission sei die Überlegung, Bundeswehrsoldaten und Spezialkräfte künftig nicht mehr aus den bundeswehreigenen Kleiderkammern zu versorgen, sondern mit Hilfe des bereits etablierten Quellekatalogs.
Sollte die Pleite auch weitere Konzernteile gefährden, wäre das Verteidigungsministerium bereit, auch die Reisesparte Thomas Cook zu übernehmen und für die Einsatzzwecke zur Verfügbarmachung und Versorgung von Streitkräften im Ausland umzuorganisieren. Jung sieht hierfür massive Einsparpotentiale für den Bundeshaushalt!
Desweiteren hegt das Ministerium Pläne, in denen die umfangreichen Spezialkataloge des Hauses Quelle eine wichtige Rolle spielen. So soll für künftige Waffenbestellungen auch hier auf Synergie-Effekte gesetzt werden.
Karlsruhe; Vermutlich ist es der größte Coupe in seiner bisherigen Amtszeit. Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble hat in der Nacht von Freitag auf Sonntag das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe von Einheiten der GSG9 umstellen lassen. Die Beamten der Grenzschutzgruppe rückten schwer bewaffnet vor die richterlichen Hallen und besetzten es, ohne Gewalt anzuwenden. Selbstverständlich war von den Richtern schon seit Freitag Vormittag 11:25 Uhr keiner mehr im Gebäude. Einzig ein paar Putzkolonnen wurden von dem Manöver wirklich überrascht. Wie es so weit kommen konnte bleibt zu klären. Als sicher gilt, dass Schäuble den Plan schon seit geraumer Zeit verfolgen musste. Das Bundesverfassungsgericht hatte sich bereits mehrfach seiner unbestechlichen Expertise in Sachen Grundgesetz widersetzt und musste bestraft werden. Sicherlich kann es als legitime Reaktion angesehen werden, dass der Herr Minister in der vergangenen Woche das Kommando über die Sondereinheit der Bundespolizei auf seine Person vereinte. Derzeit ist aus sicheren Quellen zu vermelden, dass der Herr Minister sich innerhalb des Gerichtsgebäudes aufhält. Unklar ist, in wie weit die Gerüchte stimmen, dass er Nasenpopel auf den Stühlen der Karlsruher Richter verteilen lässt. Schon bald wird alle Welt verstehen, wie gut der Herr Innenminister es doch eigentlich mit uns Bürgern meint. Niemand muss sich Sorgen machen, wenn ein Mann weiß, wo es lang geht. Wolfgang Schäuble for President! Wolfgang Schäuble save our soules!
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