Berlin; In wenigen Tagen wird in der Landeshauptstadt vor dem Brandenburger Tor eine wichtige Rede des Dalai Lama vor zehntausenden versammelten Anhängern und Fans erwartet. Der Exilant sieht sich in einer Zwickmühle, da seine religiöse Orientierung jedwede Gewalt ablehnt kann er nicht zulassen, dass seine Landsleute mit anderen Mitteln als dem friedlichen Prostest auf die chinesischen Besatzer reagieren. Anderseits scheint eben diese Politik das Regime in Tibet nur zu festigen.
Vertraute des geistigen Oberhaupts aller Tibeter drängen ihn schon länger, endlich einen Wechsel in seiner Politik zu vollziehen, doch konnte er sich bisher nicht dazu durchringen.
Jetzt erwartet die Deutschen und auch alle ausländischen Gäste eine Sensation. Statt China offiziell den Krieg zu erklären möchte der Dalai Lama eine Art Wette um das Schicksal seines Landes vorschlagen! Sollte die Parteiführung in China zusagen, wird er als Athlet an den Olympischen Spielen teilnehmen - und zwar in allen Disziplinen.
Dalai Lama behauptet, er könnte mindestens 25 Goldmedailien erkämpfen und das sogar ohne auf die übliche medikamentöse Vorbereitung! Gelänge ihm dieser Rekord, müsste China sein Land endgültig in die Unabhängigkeit entlassen. Sollte er scheitern, würde er selbst die Vereinigung Tibets mit dem großen Nachbarn einleiten.
Thomas Gottschalk zeigte sich erbost, dass der berühmteste aller Tibeter nicht ihm diese Wette vorgeschlagen hatte.


