Berlin; Der deutsche Verteidigungsminister Franz Josef Jung gab heute bekannt, dass sein Ministerium nach Möglichkeiten forsche, den angeschlagenen Karstadt-Quelle-Konzern zu retten. Kernidee der geplanten Rettungsmission sei die Überlegung, Bundeswehrsoldaten und Spezialkräfte künftig nicht mehr aus den bundeswehreigenen Kleiderkammern zu versorgen, sondern mit Hilfe des bereits etablierten Quellekatalogs.
Sollte die Pleite auch weitere Konzernteile gefährden, wäre das Verteidigungsministerium bereit, auch die Reisesparte Thomas Cook zu übernehmen und für die Einsatzzwecke zur Verfügbarmachung und Versorgung von Streitkräften im Ausland umzuorganisieren. Jung sieht hierfür massive Einsparpotentiale für den Bundeshaushalt!
Desweiteren hegt das Ministerium Pläne, in denen die umfangreichen Spezialkataloge des Hauses Quelle eine wichtige Rolle spielen. So soll für künftige Waffenbestellungen auch hier auf Synergie-Effekte gesetzt werden.
Horsham, Südengland; Beim Treffen der größten zwanzig Wirtschaftsnationen G20 in England, wurden dringende Beratungen in Hinblick auf die immer noch andauernde Wirtschaftskrise geführt. Ziel des Treffens war es, endlich praktikable Rezepte gegen die Krise zu finden und ihr so die Bedrohlichkeit zu nehmen. Wie die Agentur AFP nun mitteilte, waren die Politiker tatsächlich in der Lage ihr Krisenkochbuch fertig zu stellen.
Der 1. Band des Buchs Crisis Cookin’ wird vermutlich in wenigen Wochen in den Buchhandlungen Europas zu Verfügung stehen und enthält besonders einfach Vor- und Hauptspeisen aus abgelaufenen Aktien- und Fondsparpolicen, die man auch als gebeutelter Bürger ohne Barschaft mit einfachen Mitteln zubereiten kann. Die Einleitung des Buches ist bereits auf Umwegen bei Wikileaks aufgetaucht und enthält die Warnung, bei längerem Verzehr dieser Gerichte für ausreichend Versorgung mit Vitaminen und Spurenelementen zu gewährleisten sei.
Genf, Schweiz; Beunruhigendes geschieht derzeit in der gesamten Welt. Seit einigen Monaten bereits, strotzen die Wirtschafts- und Tagesnachrichten von Meldungen über Finanzkrisen in allen wichtigen Ökonomien des Planeten. Gelder, welche zur Rettung eines maroden Finanzsystems aufgebracht werden, verpuffen wirkungslos und selbst in höchstmöglicher Dosis bleiben staatliche Konjunkturprogramme ein wirkungsloses, ja homöopathisches Unterfangen. Gleichzeitig hört niemand weitere Nachrichten aus der Schweiz. Niemand denkt noch an die wissenschaftliche Höchstleistung, die europäische Forscher dort vollbrachten! Ein Zufall?!
Wie Informationen aus höchsten Ebenen der Bundesregierung aufzeigen, mitnichten! Tatsächlich traten die ersten großen Geldmengenschwunde ziemlich zeitgleich mit dem angeblichen Scheitern der Warmlaufphase des LHC auf! Und noch schlimmer, seither verschieben sich die verlautbarten Termine für eine endgültige Inbetriebnahme laufend. Aufgrund streng vertraulicher Unterlagen haben Mitarbeiter der PN selbst vor Ort recherchiert und dabei unglaubliches aufgedeckt!
Während alle Welt gebannt auf das Ende der Wirtschaftskrise wartet, fahren in Genf Lastwagen um Lastwagen mit Banknoten sämtlicher internationaler Währungen vor. Täglich sind es 20 Fahrzeuge, die das Gelände des LHC voll erreichen und leer wieder verlassen! Eingeschmuggelte Kameras zeigen schreckliches: Das gesamte Geld wird in einen Stolleneingang transportiert, abgeladen und verschwindet in einem circa 20 Meter breiten Loch im Boden.
Sollte es sich bei diesem Phänomen tatsächlich um ein schwarzes Loch handeln, dann müsste man den Regierungen dieses Planeten ein noch größeres Münchhausensyndrom unterstellen, als es bereits der Fall ist!
Selbstverständlich halten wir sie weiterhin auf dem Laufenden!
Berlin; Noch vor wenigen Wochen war es nicht sicher, ob jemals etwas mehr herauskommen würde als ein Scheitern, doch angesichts der massiven Krise auf dem Buchmarkt hat sich die Bundesregierung endlich dazu bereit erklärt, 50 Mrd. Euro zu investieren. In den nächsten zwei Jahren werde man die Summe sowohl für Infrastrukturmaßnahmen als auch für eine Reorganisation der deutschen Buchhandlungen einsetzen. Des weiteren soll etwa 1/3 der Summe zur aggressiven Vermeidung der Rezension eingesetzt werden. Gemeint sei damit unter anderem der Einsatz des Bundeslektorats für inneren Frieden und militante Aktionen gegen stoische Literaturkritiker. Hierzu wünscht sich der Bundesinnenminister wie üblich eine Verfassungsänderung. Wir ihm auch!
Berlin; Nach langem Hin und Her und eher zögerlichen Ansätzen seitens der Regierung kam es in der vorigen Nacht endlich zu einem Umdenken bei Bundeskanzlerin Angela Merkel! Sie sah sich nicht unbedingt wenig Druck seitens der europäischen und internationalen Partnernationen ausgesetzt, die ebenfalls enorm unter der aktuellen Wirtschaftskrise leiden. Doch Ausschlaggebend war wohl nicht der wachsende Zwang gleichzuziehen, sondern eine Zusage der drei größten deutschen Discounter!
Mit Hilfe von Aldi, Lidl und Penny will die Bundesregierung ein maßgeschneidertes Konjunkturpaket noch vor Jahresende unter das Volk bringen. Statt auf Konsumgutscheine zu setzen, wie von einigen Wirtschaftsweisen schon länger gefordert, hat sich die Regierung für eine direktere Förderung des Konsums entschieden. Für jeden Bundesbürger liegen in den Filialen der genannten Lebensmittelketten Konjunkturpakete bereit, die neben Nahrungsmitteln auch folgende Gegenstände enthalten:
- 2 Feuerwerksraketen in den Farben Rot und Gelb
- Das überraschenderweise noch nicht vergriffene Buch Mehr Kapitalismus wagen von Friedrich Merz
- Einen Gürtel Größe XS
- 20 Dosen Bohnen mit Speck
- eine Axt und eine Anleitung wie man mit einem Weihnachtsbaum einen Winter lang heizt
- Essensmarken aus dem 2. Weltkrieg (gültig bis 2030)
Mit all diesen und noch einigen weiteren Gegenständen möchte die Kanzlerin dem Volk Mut machen für das Jahr 2009 (und darüber hinaus) und dem konjunkturellen Tief Einhalt gebieten. Sollte sie damit scheitern müssten Aldi und Co. sofort verstaatlicht werden, damit die Bundeswehr die Filialen mit Waffengewalt schützen könne, während noch existierende Teile der früheren ostdeutschen Mauer als Bollwerk gegen den Pöbel um den Bundestag und das Bundeskanzleramt gezogen würde.
Berlin; In der Nacht zum Sonntag startete die Bundesregierung in Berlin ein in der Geschichte unseres Landes einmalige Aktion: Von allen großen Hauptstädten fuhren Flotten von LKWs durchs Land und verteilten vor allen Rathäusern der Republik stapelweise Kisten mit der Aufschrift “Finanzkrisenrettungspaket - könnte Nüsse enthalten!”.
Von heute Mittag an können sich alle Bundesbürger, die bedürftig sind oder ihren Beitrag an der Rettung der Banken unseres Landes leisten möchten in ihren Gemeindevertretungen kostenlose Ledergürtel in verschiedenen Größen erhalten.
Ziel der Aktion ist es, jedem Bürger zu vermitteln, wie wichtig es ist, die Gürtel jetzt und für die nähere Zukunft enger zu schnallen. Die Kanzlerin initiierte diese Lieferungen, weil sie weiß, wie teuer ein Gürtel für die Armen und Ärmsten unserer Nation inzwischen geworden ist. Aus einigen Regionen des Landes meldeten Staatsvertreter bereits, dass Menschen mit Stricken um Leiber und andere lebensnotwendige Körperteile gesichtet wurden!
Leisten auch sie ihren Teil!
Nach langem hin und her bei der Besetzung des Chefpostens der Finanzmarktstabilisierungsanstalt, für den ursprünglich Hans Tietmeyer vorgesehen war, scheint nun eine Personalie ins Gespräch gekommen zu sein, mit der sich vorallem der Großteil der Bundesbürger hervorragend identifizieren kann und der nachweislich genug Sachverstand mit sich bringt, um die anstehenden harten Schnitte und schwierigen Entscheidung zu tragen.
Die Rede ist von niemand geringerem als Peter Zwegert! Nach eindringlichen Rücksprachen mit dem Programmvorstand von RTL konnte die Bundeskanzlerin den Entschuldungsprofi für die nächsten drei Monate buchen. Einzige Bedingung des Senders war, dass RTL exklusiv mit der Kamera vor Ort dabei sein darf.
Statt also, wie bisher angedacht die Finanzkrise hinter dem Vorhang zu verstecken, geht die Regierung nun mit totaler Transparenz in die Offensive. Die ersten Folgen der neuen RTL Serie “Raus aus der Finanzkrise” zeigt Zwegert im Gespräch mit Peer Steinbrück, noch amtierendem Finanzminister, Jörg Asmussen, noch amtierender Staatssekretär und Angela Merkel, bei einem Krisengipel bei Kaffee und Kuchen.
Mit der ihm typischen Art wird Zwegert die Regierungsmitglieder unverhohlen mit ihren Schwächen konfrontieren und danach Schritt für Schritt Wege aus der Misere aufzeigen.
Zwegert befindet sich augenblicklich in Klausur, um sich auf die vor ihm stehende Aufgabe vorzubereiten, aber wir sehen ihn spätestens Montag, 20:15 Uhr, auf RTL.
München; Endlich, die Landstagswahl in Bayern wurde entschieden. Hier die offizielle Berichterstattung zur Wahl:
Nach einer überragenden Performance des grünen Landtagskandidaten Sepp Daxenberger, der innerhalb der ersten 10 Minuten mit 2 Maß in Führung ging, wurde es spannend. Konnten das Duo Beckstein/Huber diesen Vorsprung noch einholen? Derweil versuchte auch die FDP mit einem gekonnten Manöver Land gut zu machen, scheiterte aber an der fehlenden Trinkfestigkeit ihres Kandidaten. Lediglich Franz Maget hielt mit und zog mit Daxenberger gleich. Wankte jedoch anschließend erst einmal in Richtung WC.
Tatsächlich bauten Beckstein und sein Compagnion ihre Position aus und schafften es gegen 23 Uhr endlich in Führung zu gehen. Hier also die Endergebnisse:
CSU 15 Maß
SPD 6 Maß
Grüne 9 Maß
FDP 2 Maß
DIE LINKE 1,5 Maß (ein Krug wurde von der Jury wg. zu geringer Füllmenge kassiert, Beobachter glauben jedoch, dass dies ein Komplott der CSU war um die Linke rauswerfen zu können.)
Und wer jetzt noch glaubt, dass in Bayern die Regierung tatsächlich durch Wahlen ermittelt wird, der ist morgen Abend gerne eingeladen zuzusehen, wie im Hippodrom das nächste EU-Parlament gewählt wird!
Brüssel; Die wirtschaftlichen Signale weltweit stehen auf Rezension. Nicht nur der Dollar steht stark unter Druck, auch für den Euro entwickelt sich der ökonomische Trend zu einem immer größeren Problem. Um der steigenden Inflation entgegen zu wirken müssten neue Märkte her. Die einzige Absatzmöglichkeit in den gedämpften Auslandsmärkten sind die Binnenmärkte.
Doch auch die Bürger Europas haben mit der Entwicklung auf den Arbeitsmärkten zu kämpfen und sehen keinen Grund, ihre immer mühsamer erwirtschafteten Euro gleich wieder auszugeben.
Um diesem Spartrend ein rasches Ende zu bereiten und den Umsatz der lokalen Wirtschaftszeige zu erhöhen, will die EZB ab 2009 sprechende Geldscheine in den Banken verteilen. Die Euronoten sind äußerlich nicht von den bisherigen Scheinen zu unterscheiden. Im Papier integriert arbeiten kleine Piezokristalle, die ihre Spannungsversorgung aus der Reibung in der Brieftasche gewinnen.
Mittels elektronisch gespeicherter Audiobotschaften sollen die Geldscheine ihre Besitzer dazu motivieren, sein Papiergeld schnellstmöglich wieder dem Wirtschaftskreislauf zurück zuführen.
Um die Bürger mit der neuen Technologie nicht zu erschrecken, beginnen die Geldscheine zuerst mit einem leisen, kaum hörbaren Flüstern, um ihre Forderung zu verbreiten. Im Laufe von zwei Wochen steigern sie jedoch zuerst die Dringlichkeit ihrer Aufforderung und nach und nach auch die Lautstärke, mit der sie publik gemacht werden.
Laut Presseabteilung der EZB werden die Sprachbotschaften in allen innerhalb der EU verbreiteten Sprachen wiedergegeben. Ländercodes in den Kassen und Geldautomaten übernehmen die etwaige Umstellung. Bei Grenzübergängen soll der Vorgang innerhalb von 5 Stunden mittels Funknetzwerken umgestellt werden.
Exklusiv erfahren sie hier die aufgesprochenen Texte:
Mars; Schon lange haben die Menschen der Erde vermutet, dass auf dem roten Nachbarplaneten intelligentes Leben existiert. Mit den immer häufigeren Erkundungsflügen und zwei Roboterfahrzeugen wollte man den Außerirdischen nun endgültig auf die Schliche kommen. Vor etwas mehr als 60 Jahren startete eine Gruppe Spargelbauern mit einer modifizierten V2 in Richtung Mond. Leider überzeugte sie die Bodenqualität dort nicht besonders, was sie dazu veranlasste sich gen Mars zu orientieren und dort ihr Glück zu versuchen.
Tatsächlich eignete sich die Zusammensetzung des Marsmutterbodens hervorragend für den Anbau von Spargel, wie sogar die NASA anerkennend zugeben musste. Doch jetzt, da ihr Geheimnis gelüftet ist, wollen die ehemaligen deutschen Auswanderer, die nach eigenem Kundtun nichts mit Hitler und den Nationalsozialisten zu tun hatten, sich wieder ihrer Heimat anschließen.
Bundeskanzlerin Merkel, die über die technische Meisterleistung der Kolonisten bereits schwärmt, heißt die Spargelbauern herzlich willkommen und will in naher Zukunft eine Filiale der deutschen Botschaft auf dem Mars eröffnen.
Derweil plagt die Marsbewohner aber ganz anderes: Dank gestiegener Rohstoffpreise - ja, dieses Problem ist nicht auf die Erde begrenzt - müssen sie ihre Produkte derzeit nur knapp über Produktionspreis verkaufen. Daher war die erste Forderung ihrerseits auch die Überschiffung von 2000 deutschen Hartz-IV-Empfängern, um sie auf dem Mars als Erntehelfer einzusetzen.
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